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SEBASTIAN SCHOLZ | paula
Foto: Sebastian Scholz, Installationsansicht von "cosmo", Cache, 2025, © Manuel Carreon Lopez 2025, © Bildrecht, Wien 2026

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Eröffnung: Freitag, 18. September, 18:30 Uhr

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Foto: Sebastian Scholz, Installationsansicht von "cosmo", Cache, 2025, © Manuel Carreon Lopez 2025, © Bildrecht, Wien 2026

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Foto: Sebastian Scholz, Installationsansicht von "cosmo", Cache, 2025, © Manuel Carreon Lopez 2025, © Bildrecht, Wien 2026

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Foto: Sebastian Scholz, Installationsansicht von "cosmo", Cache, 2025, © Manuel Carreon Lopez 2025, © Bildrecht, Wien 2026

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Foto: Sebastian Scholz, Installationsansicht von "cosmo", Cache, 2025, © Manuel Carreon Lopez 2025, © Bildrecht, Wien 2026

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Foto: Sebastian Scholz, "cabinet (a summary)", ES49, 2025, © Julia Bertermann 2025, © Bildrecht, Wien 2026

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Foto: Sebastian Scholz, Installationsansicht von "ludo", Global International, 2026, © Matthias Aschauer 2026, © Bildrecht, Wien 2026

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Bildraum 07

18. September 2026 bis 4. November 2026

„Schau mal, eine Millbeere.“

Mit paula erweitert Sebastian Scholz zwei vorangegangene Installationen zur Trilogie. Nach cosmo (Cache, 2025), dem träumenden Kind, und ludo (Global International, 2026), dem spielenden Kind, tritt dasselbe Kind nun in einen adoleszenten Zustand ein. Formen und Motive aus den vorhergehenden Installationen werden dabei vermischt und umgedacht, erlernte Bedeutungen hinterfragt, neu geordnet und weitergeformt.

In paula beschäftigt sich Scholz mit der Verschiebung von Gewissheiten. Was als unumstößlich gilt, kann durch neue Erkenntnisse seine Gültigkeit verlieren: So wurden über Jahrhunderte bestehende Vorstellungen von der Erde und ihrer Stellung im Kosmos überprüft, verworfen und durch neue Weltbilder ersetzt. Auch im Heranwachsen geraten erlernte Vorstellungen und vermeintliche Gewissheiten ins Wanken. Während sich der Blick auf die Welt verändert, werden bestehende Denk- und Glaubensmuster überprüft und neu geordnet. Diese Verschiebung wird in paula durch die Weiterverwendung und Überlagerung von Formen aus den vorangegangenen Ausstellungen sichtbar. Sie bleiben als Spuren erhalten, während der Fokus auf dem Prozess der Entwicklung und Transformation liegt.

Dieses Prinzip des Zerlegens und Neudenkens setzt sich im Bildraum 07 fort: Die vorhandenen Bausteine werden umgeordnet und in einer raumgreifenden Installation, die sich wie eine Dorflandschaft ausdehnt, angeboten. Zudem tritt die Sprache in den Raum und wird buchstäblich auf Bahnen bewegt und beschleunigt. Am Boden liegen Silhouetten wie veraltete Ideen, ein wundersamer Schatten steht am Regal – ein Wächter der vergangenen Kapitel. Astronomische Schalen öffnen sich zu verblassten Weltbildern, extraterrestrische Blicke schweifen kreisförmig in die Ferne und ein Container sammelt ein, was aus den beiden vorhergehenden Kapiteln an Fracht übrig geblieben ist.

Die Objekte im Raum zitieren Möbel, Spielzeuge und Transportmittel und sind zugleich wissenschaftliche und fantastische Metaphern. Ohne eine dieser Zuschreibungen vollständig einzulösen, bleiben sie zwischen unterschiedlichen Lesarten in der Schwebe. Nicht, weil es zu wenig zu lesen gäbe, sondern womöglich auch zu viel. Bedeutung wird hier weniger verweigert als überladen und in ständiger Verwandlung betrachtet.

„Schau mal, eine Nielbeere.“

paula fragt, was passiert, wenn jemand beginnt, sein eigenes Universum zu bauen, indem Formen frei generiert und erlernte Bilder überlagert, bewegt und verschoben werden. Mit paula schließt sich die Trilogie, nicht aber der darin beschriebene Prozess: Die nächsten Seiten bleiben noch zu bekritzeln.


Ausstellungsdauer: 18. September - 04. November 2026
Mehr Informationen finden Sie auf der Website von Sebastian Scholz