asynchrome_Sommer_20251207-2
studio ASYNCHROME
Foto: Voids & Filaments, Ausstellungsansicht Galerie Sommer, 2025 | © bilddesign | © Bildrecht, Wien 2026

studio ASYNCHROME

Präsentation: Freitag, 29. Mai, 18 - 21 Uhr

STUDIO ASYNCHROME | Artists-in-Residence

Connecting Sense

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 29. Mai, 18-21 Uhr
Begrüßung: Katharina Hoffmann, Bildrecht
Zum Werk: Roman Grabner, Bruseum

Salon 1: Zeichnung als Wahrnehmung und Praxis
Sonntag, 31. Mai, 11-13 Uhr
Gäste: Leo Lunger, Wendelin Pressl, tba.

Finissage & Salon 2: tba
Mittwoch, 10. Juni 18-21 Uhr

Eine Linie ist niemals nur eine Linie. In der gemeinsamen Praxis von studio ASYNCHROME bleibt Zeichnung keine abgeschlossene Geste, sondern setzt einen Prozess in Gang: Striche verdichten sich zu Strukturen, lösen sich aus der Fläche, werden zu Objekten und setzen sich im Raum fort.

Auf lichtdurchlässigen, transparenten und reflektierenden Trägern entstehen Arbeiten, in denen Linien nicht nur markieren, sondern Räume aufspannen. Zeichnungen werden geschnitten, geöffnet und verschoben. Hinter den linearen Setzungen erscheinen schimmernde Ebenen, die an Schutzschichten, Displays oder Projektionsflächen erinnern. Es entstehen Bildräume, die sich nicht eindeutig fixieren lassen: zwischen Fläche und Tiefe, Material und Projektion, Sichtbarkeit und Auflösung.

Die Arbeiten verändern sich mit der Bewegung der Betrachtenden. Licht verschiebt Konturen, Spiegelungen überlagern zeichnerische Setzungen, Oberflächen kippen zwischen Transparenz und Reflexion. Wahrnehmung wird dadurch nicht vorausgesetzt, sondern produziert.

Mit Connecting Sense verdichtet sich dieser Prozess räumlich. Zeichnung, Objekt und Installation greifen ineinander und erzeugen ein Gefüge, das weniger auf stabilen Formen als auf Übergängen, Überlagerungen und Verschiebungen basiert. Die Ausstellung entwickelt sich aus der inneren Logik des gemeinsamen Œuvres von studio ASYNCHROME, deren einzelne Arbeiten nicht isoliert bestehen, sondern einander weiterführen, aufnehmen oder transformieren.

Die beiden begleitenden Salons knüpfen an diese Verbindungen an und erweitern die Ausstellung um Gespräche zwischen künstlerischer Praxis, Theorie und Öffentlichkeit.

Dauer der Residency: 23. März – 12. Juni 2026


studio ASYNCHROME

*Gegründet 2013 in Graz von Marleen Leitner (*1986) und Michael Schitnig (*1986)

Marleen Leitner studierte 2007–2014 Architektur an der TU Graz (Diplom mit Auszeichnung bei Prof. Hans Kupelwieser) und besuchte 2011–2012 die Academy of Applied Photography in Graz. Seit 2022 studiert sie im Masterprogramm Art & Economy an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Michael Schitnig studierte 2007–2014 Architektur an der TU Graz (Diplom mit Auszeichnung bei Prof. Hans Kupelwieser) und absolvierte 2011–2013 die Meisterklasse für Kunst und Gestaltung (Klasse Malerei) an der Ortweinschule Graz bei Prof. Erwin Talker. Seit 2025 studiert er im Masterprogramm Experimental Game Cultures an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Margarete Jahrmann.

Die Arbeiten des Duos wurden international ausgestellt, u. a. im Austrian Cultural Forum New York und Tokio, in der National Gallery Oslo und der National Gallery Amman, in der Ex Elettrofonica Gallery Rom, im art quarter Budapest, im Rothko Museum Daugavpils, im das weisse haus Wien, in der Galerie Sommer sowie im BRUSEUM / Neue Galerie Graz und im Kunsthaus Graz. Darüber hinaus waren ihre Arbeiten beim steirischen herbst, bei der Ostrale Biennale Dresden, auf der Vienna Biennale sowie auf der Expo 2020 in Dubai und der Expo 2025 in Osaka vertreten.


Die Salons werden von der Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport des Landes Steiermark gefördert.

WhatsApp Image 2026-05-18 at 06.38.55