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PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN
Foto: ANNA ANVIDALFAREI | Artist Statement „Identitätskrise der Hand“| Ausstellungsansichten 1, PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN

ANNA ANVIDALFAREI

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PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN
Foto: ANNA ANVIDALFAREI | Artist Statement „Identitätskrise der Hand“| Ausstellungsansichten 2, PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN

ANNA ANVIDALFAREI

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PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN
Foto: ANNA ANVIDALFAREI | Artist Statement „Identitätskrise der Hand“| Ausstellungsansichten 4, PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN

ANNA ANVIDALFAREI

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PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN
Foto: ANNA ANVIDALFAREI | Artist Statement „Identitätskrise der Hand“| Ausstellungsansichten 1-5, PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

PARALLEL VIENNA | BILDRECHT YOUNG ARTIST AWARD 2026 PREISTRÄGERIN

ANNA ANVIDALFAREI

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Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 ANERKENNUNGSPREIS
Foto: LISA SLAWITZ | Artist Statement „Your mind is filled with thoughts of…“ | Ausstellungsansicht 3, PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 ANERKENNUNGSPREIS

LISA SLAWITZ

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Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 ANERKENNUNGSPREIS
Foto: LISA SLAWITZ | Artist Statement „Your mind is filled with thoughts of…“ | Ausstellungsansicht PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 ANERKENNUNGSPREIS

LISA SLAWITZ

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Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 ANERKENNUNGSPREIS
Foto: LISA SLAWITZ | Artist Statement „Your mind is filled with thoughts of…“ | Ausstellungsansicht 3, PARALLEL Vienna 2026 | © Eva Kelety | © Bildrecht, Wien, 2026

Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 ANERKENNUNGSPREIS

LISA SLAWITZ

Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026

Aus den Ausstellenden der Rubrik ARTIST STATEMENTS - Solo Präsentationen wählte eine unabhängige Expert:innen-Jury zu Messebeginn Anna Anvidalfarei mit ihrem Artist Statement „Identitätskrise der Hand“ als Preisträgerin des mit 3.000 Euro und einer Einzelausstellung im Bildraum 01 prämierten Parallel Vienna| Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 aus.

Den Anerkennungspreis 2026 erhält LISA SLAWITZ, welche die Jury mit ihrem Artist Statement „Your mind is filled with thoughts of…“ ebenfalls stark beeindruckte. Der Anerkennungspreis des Parallel Vienna| Bildrecht YOUNG ARTIST Award 2026 wird mit einer Einzelausstellung im Bildraum 01 gewürdigt.

Jury 2026: Andreas Fogarasi | Künstler; Elsa König | Christine König Galerie; Nicole Scheyerer | Kulturjournalistin; Dr. Renée Gadsden | Kunsthistorikerin/Autorin; Sira-Zoé Schmid | Bildrecht/Künstlerin

PARALLEL Vienna | 9. - 13. September 2026 | Otto Wagner Areal



PREISTRÄGERIN

ANNA ANVIDALFAREI
Artist Statement „Identitätskrise der Hand
Pavillon 7, 2 Stock, 219 | PARALLEL Vienna 2026

Jurybegründung:

„Mein Name ist Anna Anvidalfarei, meine Muttersprache ist Ladinisch, ich wurde 1996 geboren, und mein Artist Statement heißt Identitätskrise der Hand“. Vom ersten Moment an fesselte die Künstlerin die Aufmerksamkeit der Jury mit ihrer präzisen, klaren Art zu sprechen, und ihre Installation war ebenso spannend wie ihre Worte.

Auf einem weißen Tisch mit schwarzen Beinen, der leicht außermittig im Raum stand – auf eine subtile Weise, die ein räumliches Unbehagen erzeugte –, balancierte Anvidalfarei zwei ausgestopfte Rollen aus weißlichem Material, die wie ausgestreckte, verlängerte und gedehnte Hände wirkten. Bei näherer Betrachtung erkannte man, dass diese aufgerollten Hände keine weichen Kissen waren, wie sie zunächst schienen, sondern zu harten Objekten verarbeitet worden waren. Dieser Kontrast zwischen dem äußeren Erscheinungsbild und der Negation der Funktion als nachgiebiges Objekt verstärkte das unheimliche Gefühl, das der Raum hervorrief. Diese scheinbar einfachen Skulpturen hielten immer wieder Überraschungen bereit und verlangten trotz ihrer Unscheinbarkeit nach genauer Betrachtung. Erst dann offenbarte sich auf jeder Seite ein feines Netz aus Stichen, das in mehreren dünnen Fäden gipfelte, die an der Decke befestigt waren. Es sah so aus, als würden die Objekte von den fast durchsichtigen Fäden aufrecht gehalten, doch die Bezüge zu Händen, die das gesamte Werk prägten, ließen einen an einen Puppenspieler denken und die Skulpturen als Marionetten betrachten, die zwischen zwei Bewegungen in der Stille erstarrt waren.

An der gegenüberliegenden Wand hinter diesen beiden aufgerollten, verzerrten „Händen“ waren auf Augenhöhe zwei sehr kleine, bauschige Stoffhände platziert, deren Finger ineinander verschränkt waren. Die Hände, vom Körper getrennt und so fest ineinander verschränkt, dass es fast schmerzhaft wirkte, vermittelten ein Gefühl von Hilflosigkeit und Flehen. Sie waren so winzig, dass man sie mit einem Baby oder einem kleinen Kind in Verbindung brachte, und ihre Isolation vom Körper und von den anderen Objekten im Raum unterstrich, dass sie Symbole für Verletzlichkeit und Einsamkeit waren. Gegenüber voneinander, im vorderen Teil des Raums, hingen drei digitale Fotografien auf Aluminium. Die beiden kleinen Fotografien auf der linken Seite des Raums zeigten ein Handobjekt mit einem schmerzhaft anmutenden großen runden Loch, das an eine Schusswunde erinnerte. Das große Foto auf der rechten Seite zeigte ein Paar papierartige Hände, die sich in einer Reihe dreieckiger Formen ausbreiteten, was an die Häutung einer Schlange erinnerte. Die Schwarz-Weiß-Fotos hatten die Ästhetik von Fotografien aus der surrealistischen Ära des frühen 20. Jahrhunderts.

Der gesamte Raum war stimmungsvoll in raffiniertes Licht getaucht. Anna Anvidalfarei war die einzige Künstlerin, die Licht als künstlerisches Element in ihrer Präsentation einsetzte. Sie ist auch die einzige Künstlerin, die in ihrem Beitrag ausdrücklich auf die Geschichte des Otto-Wagner-Areals Bezug nahm und die Worte „Am Spiegelgrund“ aussprach, dieser Ort, an dem Kinder und Erwachsene während des Nazi-Regimes auf unerträglich grausame Weise gefoltert und ermordet wurden. Anvidalfarei war zudem die einzige Künstlerin, die in ihrer Präsentation auf Farbe verzichtete, ausschließlich Schwarz-Weiß verwendete und mit weißem Licht schwarze Silhouetten der Werke schuf – ein Doppeleffekt, der sowohl das Vergehen der Zeit als auch die Dunkelheit des Unterbewusstseins heraufbeschwor.

Die kühne und direkte Präsentation der Werke, ganz ohne den Anschein von Dekoration oder Verzierung, sowie der reine Fokus auf ein Körperteil — die Hand — ermöglichte es den Betrachtenden, viele widersprüchliche Emotionen und Erinnerungen zu erleben. Wie sie erklärte, ist die Hand wie das Alpha und das Omega: sie schafft Schönheit oder verursacht Zerstörung. Die Künstlerin nutzt das Bild und die Metapher der Hand, um Themen wie Introversion, Verdrängung, Marginalisierung, Gewalt und psychische Zustände zu untersuchen. Die Jury war beeindruckt von der Würde und der eleganten Zurückhaltung der Installation sowie von den ungewöhnlichen und äußerst originellen Variationen in der Darstellung der Hände, weshalb der Parallel Vienna | Bildrecht YOUNG ARTIST Award für 2026 verdientermaßen an Anna Anvidalfarei geht.


Dr. Renée Gadsden, im Namen der Jury

English Version Download

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Mehr Informationen zur Künstlerin finden Sie auf der Website von Anna Anvidalfarei .



ANERKENNUNGSPREIS

LISA SLAWITZ
Artist Statement „Your mind is filled with thoughts of…
Pavillon 7, 2 Stock, 219 | PARALLEL Vienna 2026

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Zum Werk:


Lisa Slawitz beschäftigt sich mit psychologischen Prozessen im individuellen und kollektiven Unbewussten. Emotionale Gleichzeitigkeit, innere Konfliktlandschaften, Beziehungen und Sexualität innerhalb patriarchaler Strukturen sind zentrale Themenfelder ihrer malerischen Praxis. Ihr Arbeitsprozess ist introspektiv, stark geprägt von Begegnungen, Räumen, und sozialen Atmosphären. Die Bilder entspringen der inneren Wahrnehmung, die auf die äußere Realität reagiert, sie werden aus ihr heraufbeschworen.

Die Künstlerin interessiert sich besonders für die Malerei als künstlerisches Medium mit historischer Kontinuität. Sie verfolgt die Veränderung, die sich innerhalb des Mediums angesichts technologischer Fortschritte, neuer Medien und Werkzeuge entwickeln. Dadurch verändern sich auch dessen theoretische und praktische Bedingungen ständig, ein Zustand, den Slawitz in ihrer künstlerischen Praxis reflektiert und spekulativ weiterdenkt.

Mehr Informationen zur Künstlerin finden Sie auf der Website von Lisa Slawitz.



Eine Kooperation der Bildrecht mit PARALLEL VIENNA

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