Bildraum Bodensee
07. Juni 2017 bis 12. September 2017

JOHANNES DEUTSCH

Im Fokus

Werke aus der Sammlung „Serielle Kunst“ – Artelier Collection Graz

Bildraum Bodensee | Seestraße 5, Bregenz
Di, Do: 13-18 Uhr | Fr, Sa: 11-16 Uhr

Eröffnung: Freitag, 7. Juli 2017, 19 Uhr

Begrüßung:
Günter Schönberger, Bildrecht
Zur Ausstellung:
Iskra Buschek, Artelier Collection Graz

Finissage & Artist Talk: Dienstag, 26. September, 18 Uhr
Judith Reichart im Gespräch mit Johannes Deutsch

Die Ausstellung im Bildraum Bodensee zeigt einen Abriss des künstlerischen Weges von Johannes Deutsch - von Malerei über Computerbild, zu interaktiven Medien-Gesamtkunstwerken und synästhetischen Gestaltungen. Sie beschäftigt sich mit Ausschnitten aus fünf Projekten, die wichtige Positionen seiner Kunst erläutern und Einblicke in Deutschs Arbeitsweise geben. 

Bereits als Kustos des Wiener Sigmund Freud Museums (1984-1989), beschäftigte sich der Künstler intensiv mit den Möglichkeiten der Umsetzung des malerischen Ansatzes per Computer, doch erst ein postgradualer Aufenthalt an der Städelschule Frankfurt, Institut für Neue Medien bei Peter Weibel, ermöglichte für Johannes Deutsch die Verbindung von Malerei und digitalen Bildmedien. Seine Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Malerei und Computerbild beginnt Ende der 1980er-Jahre mit dem Videoprojekt Symbiose zwischen Film und Malerei. Nach einem Storyboard aus mehreren Zeichnungen für einen Film und dem gleichnamigen computerunterstützen Video entwickelt Deutsch in Form von Thermotransferdrucken die Computer-Bildsequenzen des Zyklus Symbiose zwischen Film und Malerei.

Im Projekt Aus dem Zentrum der Verflechtung (1995 - 1998) richtet sich die Arbeit des Künstlers auf ein Bildmotiv – das Bildnis seines Sohnes Italo-Léon, das in verschiedenen Techniken der Ölmalerei, der computerunterstützten Collage, der Grafik und als Acrylglas-Raumschichtenbilder gestaltet wird und Ausgangspunkt der Edition Italo3_Cyan Magenta Yellow_1 2 3 4 (1997) ist. Ein zentrales Thema seiner künstlerischen Auseinandersetzung in den letzten Jahren ist die Verbindung von Musik und bildender Kunst. Mitder interaktiven Visualisierung Gustav Mahlers II. Sinfonie entsteht ein richtungweisendes Gesamtkunstwerk, das der Westdeutsche Rundfunk als Festkonzert in der Kölner Philharmonie anlässlich seines 50-jährigen Bestehens in Auftrag gab. Dieses Werk besteht mittels virtueller Kamera aus zwei simultanen Live-Versionen zum einen für Bühnenprojektion und zum anderen für Fernsehen.

Mit Robert Schumanns romantischer Oper Manfred nach dem gleichnamigen Gedicht (1817) von Lord Byron setzt Deutsch diese interdisziplinäre Arbeitsweise fort. Anlässlich des 200. Geburtstags von Robert Schumann interpretiert und gestaltet Johannes Deutsch in der Tonhalle Düsseldorf im November 2010 das Werk Manfred neu und ergänzt Byrons Text und Schumanns Musik (1848) durch einen visuellen Bilderstrom zu einem Mediengesamtkunstwerk.
(-Textexzerpt: Iskra Buschek, Kuratorin)

Ausstellungsdauer: 8. Juli – 26. September 2017

Mehr Informationen auf der Homepage von Johannes Deutsch

 

Fotocredits:
JOHANNES DEUTSCH, "Manfred", Szene Ariman (Detail), Tonhalle Düsseldorf, Probe 26.11.2010 | © Susanne Diesner, Tonhalle Düsseldorf 2010 | © Bildrecht, Wien 2017;
JOHANNES DEUTSCH, "Thermotransfer", Printserie, 210x30 cm, 1991 (Detail)  | © Bildrecht, Wien 2017;
JOHANNES DEUTSCH, "Vision", Mahler Storyboard, Skizze, Farb-und Faserstifte, 27x20 cm, 2004-2005 (Detail) | © Bildrecht, Wien 2017

 

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